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Hinrich Matthiesen 

Das „e" hakte ein bisschen, und der Bügel für den Zeilenwechsel wackelte bedrohlich. Hier ein Tropfen Öl, dort eine kleine Streicheleinheit - Matthiesen hütete seine alte Olympia-Schreibmaschine wie einen Schatz. Verständlich, denn immerhin hat er ihr 31 Romane und mehr als ein Dutzend Erzählungen entlockt. Dazu Drehbücher für die ARD und Reportagen (u. a. für GEO). Seine Bücher wurden millionenfach verkauft.
Hinrich Matthiesen, Kapitänssohn und direkter Nachkomme des legendären Sylter Walfängers Lorenz de Haan, wurde 1928 auf der Insel Sylt geboren. Er studierte in Kiel und Valparaíso und unterrichtete 12 Jahre lang an deutschen Schulen in Chile und Mexiko. Diese Auslandsjahre schafften einen Fundus an Erzählstoff, aus dem es sich prächtig schöpfen ließ.

1966 kehrte Matthiesen auf seine Heimatinsel zurück. „Sylt", sagt er, „das ist für mich auch das alte Sylt, das der Seefahrer und Bauern, das es heute nicht mehr gibt und dem ich nachlaufe, wo immer die Gelegenheit dazu sich bietet." Am Morsumer Nösse-Deich fand er die Ruhe, die er zum Arbeiten brauchte. „Ich lebe an diesem Deich. Der Weg von meinem Haus zu dem siebeneinhalb Meter hohen Wall, der mich schützt, ist ein Spaziergang von wenigen Minuten, und er belohnt mich immer wieder, denn Deich ist Idylle, ist Tummelplatz freilaufender Schafe, ist Vogelparadies. Nur dann und wann trifft man auf einen Menschen; auch wenn er fremd ist, wird ein Gruß getauscht." (aus: Hinrich Matthiesen „Mein Sylt")
Die Insel ist Schauplatz des erfolgreichen Romans „Eine Liebe auf Sylt" (Heyne, 2002), und auch mit Texten für mehrere Bildbände ergreift Matthiesen die Gelegenheit, „seine" Insel vorzustellen, wie zum Beispiel in dem Buch „Sylt" vom Ellert und Richter Verlag (2006).
Die größte Verbreitung erzielte Matthiesen mit seinen Thrillern „Tombola", „Der Skorpion", „Atlantik Transfer", „In den Fängen der Nacht", „Das Gift", „VX" – um nur einige zu nennen. Übersetzungen gibt es ins Polnische, Holländische und Spanische.

2007 brachte der Quermarken Verlag den Roman „Auch du wirst weinen, Tupamara“ heraus. Er schildert die Verzweiflung und die Wut eines Mannes, dessen Vater Opfer eines heimtückischen Mordanschlags wurde. Die Täterin stammt aus der Terroristen-Szene und zeigt keine Reue, im Gegenteil…! Hochspannung ist mal wieder garantiert! Aber auch Nachdenklichkeit.
2008 erschien „Moses im Sylter Watt“, ein Buch mit sechs Erzählungen, die unterschiedlicher nicht sein können. Nur eines haben sie gemeinsam: den Schauplatz Sylt.

Und Matthiesen privat? Er reiste gern, las viel, liebte das Schwimmen in der Nordsee und spielte auch mal einen zünftigen Skat. Gereizt wurde natürlich in seiner Muttersprache Friesisch: Achtain, tundig, tauentundig…

Hinrich Matthiesen ist am 17. Juli 2009 im Alter von 81 Jahren völlig überraschend gestorben. In seiner Schreibmaschine steckte noch ein Blatt: Seite 251 eines neuen Romans. Er sollte heißen: „Casablanca und der weite Weg nach Sylt“.

Matthiesen im Spiegel der Presse:

„Matthiesens Bücher bieten gehobene, spannende Unterhaltung – sie orientieren sich stark an der Realität, mit fast dokumentarischem Hintergrund." (Die Welt)

„Matthiesen hat der deutschen Unterhaltungsliteratur eine Dimension gegeben, die ihr gemeinhin mangelt. Durch seine spannenden Thriller hat er sich in die vorderste Reihe des Genres geschrieben." (Medien Report)

„Matthiesens Bestseller sind unter Kennern mehr als gefragt; der Mann vermag zu fesseln wie kaum ein anderer." (Westfälische Nachrichten)

„Matthiesen ist ein Vollbluterzähler. Er ist zu beneiden um seine Fähigkeiten: Kompositionstalent, menschliche Einfühlung, scharfe Beobachtungsgabe – und vor allem um seinen Stil." (Deutsche Welle)